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Das Gebäude in der Spittastraße 25 wurde zwischen 1870 und 1875 als eines der ersten Betonhäuser Europas errichtet. In diesem Zeitraum entstanden in dem kleinen Kiez Viktoriastadt rund 60 Wohnhäuser aus Schlackenbeton. Man kann sagen, dass es sich dabei um ein frühes Experiment nachhaltigen und ökologischen Bauens handelte. Schlacke, ein Abfallprodukt aus der Stahlproduktion, wurde recycelt und mit Zement vermischt, so dass ein Baustoff mit erstaunlich guten physikalischen Dämmeigenschaften entstand. Heute existieren nur noch sechs dieser Häuser, die aufgrund ihrer ungewöhnlichen Bauweise unter Denkmalschutz stehen.

In den 60er Jahren wurde das Erdgeschoss zur Fleischerei mit Ladengeschäft umgebaut und erhielt eine von zwei großen Schaufenstern umrahmte Tür zur Straße. Während und bis kurz nach der DDR waren hier und im Hinterhaus etwa 15 Angestellte tätig, die wöchentlich bis zu 20 Tonnen Fleisch verarbeiteten und Wurstwaren aller Sorten für die Kantinen diverser VEB´s produzierten. Einige Jahre stand das Haus leer – zuletzt war die Heizung defekt und das Dach undicht. Daher wurde eine Kernsanierung notwendig, die fast die gesamte Bausubstanz einschloss.

after the butcher ist ein Projektraum von Künstlern für Künstler, der 2006 von Franziska Böhmer und Thomas Klipper gegründet wurde. Der Ausstellungsraum soll jungen bzw. weniger bekannten KünstlerInnen eine Möglichkeit und Plattform bieten, ihre Arbeit vorzustellen.