PSF_Blurred
Abb.: Tim Tetzner

Für If the Eyes Can’t Touch (Blurred Modernism) nimmt Tim Tetzner 32 Bildplatten modernistischer Architektur als Ausgangspunkt, die auf Google Street View aus Persönlichkeits- und Eigentumsrechtsgründen verblurrt worden sind. Während der Blur einerseits die Architektur dem Blick der Öffentlichkeit entzieht, wird die Architektur durch den der Blur als digitalem Wurmfortsatz gleichzeitig zu einer neuen Gestalt, etwas Entitärem, Undurchschaubaren und Unheimlichen erweitert. Paul Virilio markierte an dieser Stelle Googles Kartendienst als das Ende der Welt. Doch bei Betrachtung aus der Totalen werden hier die im Modernismus zentralen Themen Transparenz und Ornamentreduktion konsequent in eine immersive Gegenwart transponiert.