PASSAGE

Groteske

Ausstellung | Mo. 01.06.2026 | 19:00 - 21:00

Pedro Moraes

Kuratiert von Victor Auberjonois

PASSAGE, Station U-Hermannplatz U7 (Gleis 2, Richtung Spandau), 10967 Berlin-Neukölln

Am 1. Juni präsentiert PASSAGE die Eröffnung von „Groteske (2026)“, einer neuen Arbeit von Pedro Moraes, die in der U-Bahn-Station Hermannplatz in Neukölln installiert ist. Die Ausstellungseröffnung findet von 19 bis 21 Uhr statt, wobei den ganzen Abend über Getränke serviert werden. Im Anschluss an die Eröffnung bleibt das Werk einen Monat lang durchgehend für die Öffentlichkeit zugänglich.

„Groteske“ präsentiert eine technische Skulptur im öffentlichen Raum, die einen grundlegenden körperlichen Vorgang nachbildet: den menschlichen Atem auf Glas. In einem geschlossenen System wird feuchte Luft in regelmäßigen Abständen auf eine gekühlte Glasoberfläche geleitet. Die entstehende Kondensation erscheint nur kurz als sichtbare Spur eines Atemzugs, bevor sie wenige Augenblicke später wieder verschwindet.

Anstatt sich auf die Funktionalität des Apparats selbst zu konzentrieren, reaktiviert das Werk einen alltäglichen, doch weitgehend unbewussten Moment körperlicher Selbstwahrnehmung. Das Beschlagen von Glas – bekannt aus öffentlichen Verkehrsmitteln oder überfüllten städtischen Umgebungen – wird isoliert und zu einem minimalistischen und flüchtigen visuellen Ereignis verdichtet. Durch Wiederholung lenkt das Werk die Aufmerksamkeit auf die fragile Schwelle zwischen Sichtbarkeit und Verschwinden, Präsenz und Abwesenheit. Installiert in der Transitarchitektur des Bahnhofs Hermannplatz, bettet sich das Werk in eine Umgebung ein, die von Bewegung, Dichte und Wiederholung geprägt ist. Der Bahnhof bildet nicht nur eine Kulisse, sondern wirkt als aktiver Resonanzraum, in dem die Aufmerksamkeit fragmentiert ist und körperliche Mikroereignisse selten wahrnehmbar werden.

PASSAGE

PASSAGE wurde im Mai 2024 mit der Eröffnung eines Ausstellungsraums in der Berliner U-Bahn-Station Hermannplatz gegründet. Inspiriert von Lucio Amelios legendärer Galerie „Pièce Unique“ in Paris begann PASSAGE als radikales Projekt, Kunst direkt im öffentlichen Raum zu präsentieren. Seit seiner Gründung hat PASSAGE 25 Ausstellungen gezeigt und dabei mit 80 Künstlern und 27 internationalen Galerien zusammengearbeitet. Indem PASSAGE den Raum als Medium nutzt, erprobt es die Grenzen zeitgenössischer Kuration durch ortsspezifische Präsentationen, die direkt mit ihrer Umgebung interagieren. Was als Kunstintervention in der U-Bahn begann, hat sich zu einer internationalen kuratorischen Plattform entwickelt, die Ausstellungen sowohl in Berlin als auch im Ausland präsentiert. PASSAGE ist intuitiv und unabhängig. Es stellt sowohl neue, etablierte als auch historische Künstler aus, ohne sie im traditionellen Sinne zu vertreten. Jede Ausstellung entsteht in engem Dialog mit den Künstlern, wobei sich die kuratorische Arbeit auch auf Texte, Dokumentation und Archivierung bezieht – allesamt als integrale Bestandteile des Projekts betrachtet. Neben seinem Ausstellungsprogramm betreibt PASSAGE eine multidisziplinäre Künstlerresidenz auf Schloss Willebadessen, einem ehemaligen Benediktinerinnenkloster, das 1149 in Nordrhein-Westfalen gegründet wurde. Jeden Sommer beherbergt die Residenz drei Künstlergruppen.

Gegründet: 2024

Barrierefreiheit

  • Für gehbehinderte oder auf einen Rollstuhl angewiesene Menschen zugänglich.
  • Aufzug mit Rollstuhl nutzbar.
  • Behindertengerechtes WC.
  • Für hörgeschädigte und gehörlose Menschen zugänglich.

Sitzgelegenheiten: keine Sitzgelegenheiten
Altersgruppen: für alle Altersgruppen geeignet
Sprachen: Enlisch, Deutsch
Rollstuhlfahrer:innen | Kinderwagen: zugänglich über Aufzug
Aufzug: ja
Barrierefreie Toilette: ja
Hörgeschädigte | Gehörlose Menschen: geeignet
Blinde Menschen: nicht zugänglich
Weitere Ankündigungen: zugänglich über den U-bahnsteig