BARAZANI.berlin

Jollof Rice Festival

Food Event, Diskursive Veranstaltung | Mi. 24.06.2026 | 17:00 - 22:00

Tejan Lamboi, David Osaodion Odiase

Kuratiert von hn. lyonga mit BARAZANI.berlin

Barazani, Spreeufer 6, 10178 Berlin-Mitte

Das Jollof-Reis-Festival ist ein vielseitiges Festival, das die Kultur, Geschichte und die aktuellen Lebensrealitäten Westafrikas in Berlin sichtbar macht. Im Mittelpunkt steht Jollof-Reis, ein Gericht, das weit mehr ist als nur Essen. Jollof ist ein Identitätsmerkmal, ein kulturelles Symbol und ein emotionaler Bezugspunkt für viele Menschen aus Westafrika und der afrikanischen Diaspora. Dieses Festival vereint Essen, kritische Reflexion und gelebte Teilhabe.
Indem es Jollof-Reis jenseits von Rivalitätsnarrativen neu kontextualisiert, hebt es ihn als lebendiges Archiv von Migration, kolonialen Verflechtungen und gemeinsamen westafrikanischen Geschichten hervor. Kochen wird zur Performance, Teilen zur räumlichen Praxis und Essen zu einer kollektiven Geste des Erinnerns, der Neugestaltung und der Konfliktlösung. Das Programm besteht aus Reisernte, Gemüsevorbereitung, Live-Kochen, Musik und kurzen Diskussionen über Identität, Othering und koloniale Kontinuitäten. Die Teilnehmenden sind eingeladen, sich aktiv an den verschiedenen Phasen des Prozesses zu beteiligen: Gemüse vorbereiten, Reis ernten und gemeinsam kochen, um aus erster Hand Erfahrungen mit jedem Schritt und seiner symbolischen Bedeutung in einem gemeinschaftlichen Kontext zu sammeln. Dabei lernen wir, wie wir Nachbarn werden und wie wir einander gegenseitig wahrnehmen können. Beim gemeinsamen Essen wird dieser Schritt zu einer Notwendigkeit, die uns hilft, eine Beziehung zueinander aufzubauen. Bitte bringt Zeit mit, um Teil dieser gemeinsamen Erfahrung zu sein.
Als eigenständige Initiative findet das Jollof Rice Festival im Rahmen des Project Space Festivals als eintägige performative Intervention statt und verwandelt den Raum in einen Ort der sinnlichen Erfahrung, des politischen Austauschs und des kollektiven Werdens.

BARAZANI.berlin


BARAZANI.berlin ist ein interdisziplinäres Kollektiv, das sich mit dekolonialen Themen und Praktiken auseinandersetzt. Es besteht seit September 2020; seitdem haben wir unseren Projektraum SPREEUFER 6 im Nikolaiviertel, gegenüber dem Humboldt-Forum.
Das Wort „barazani“ stammt aus dem Swahili und beschreibt ein Forum für regelmäßig stattfindende, informelle, nachbarschaftliche und offene Diskussionen. Wir möchten einen solchen Raum im SPREEUFER schaffen.
Unsere künstlerische Praxis ist in der dekolonialen Arbeit verwurzelt. Durch Installationen, kollektive und wechselseitige Choreografien versuchen wir, koloniale Ideen zu dekonstruieren. Wir suchen nach einem ehrlichen und angemessenen Weg, die generationenübergreifenden Traumata anzugehen, die Kolonialismus und Imperialismus bis heute verursachen. Wir schließen uns dem Ruf nach einer neuen Beziehungsethik an – nach Gerechtigkeit und Respekt, nach symbolischer und materieller Wiedergutmachung.
BARAZANI.berlin veranstaltet Ausstellungen, Performances, Filmvorführungen, Workshops, Buchvorstellungen, Konzerte, Führungen, Diskussionen und gemeinsame Mahlzeiten. Verschiedene dekoloniale (Künstler-)Gruppen, Gemeinschaften und Aktivist*innen nutzen den Raum für Treffen, zum Kochen und für Produktionen.

Gegründet: 2020

Barrierefreiheit

  • Für gehbehinderte oder auf einen Rollstuhl angewiesene Menschen zugänglich.

Sitzgelegenheiten: Hocker und 4 Stühle mit Rückenlehne
Altersgruppen: ab 7 Jahren
Sprachen: Hauptsprache ist Englisch, Gespräche sind auch auf Deutsch, Spanisch und Portugiesisch möglich; es wird keine Simultanübersetzung angeboten, wir bemühen uns jedoch, bestmöglich behilflich zu sein
Rollstuhlfahrer:innen | Kinderwagen: ebenerdig zugänglich
Hörgeschädigte | Gehörlose Menschen: nicht zugänglich, es wird gesprochene Sprache geben, keine Gebärdensprachübersetzung, es wird eine gemeinsame Essensveranstaltung geben, die zugänglich sein könnte
Blinde Menschen: geeignet, mit Unterstützung
Neurodiversität: Baraznai ist ein kleiner Raum, daher kann es laut und sehr reizreich sein.
Weitere Ankündigungen: Wir haben Platz zum Windelnwechseln.