Mittendrin sein

By | Uncategorized | No Comments

PSF_Blog_6_de

Die Projektraumszene Berlins ist ständig in Bewegung. Wir sprechen mit Benjamin Busch, dessen Raum TIER.space in diesem Jahr eröffnet wurde, und mit Loré Lixenberg, die ihren Raum La Plaque Tournante im letzten Jahr verloren hat. Ein Interview über kleine Raumwunder, die labyrinthische Berliner Bürokratie und die Weigerung, einfach aufzugeben.

Read More

Stuff happens

By | Blog, Uncategorized | No Comments

PSF_Blog_4

Auch in diesem Jahr wählte eine Jury die teilnehmenden Projekträume des Festivals aus. Aber was ist eigentlich mit denen, die es nicht geschafft haben? Ein Gespräch mit April Gertler und Adrian Schiesser über ihren Projektraum Sonntag, Anrufe der Festivalleiterin und das schöne Gefühl, doch irgendwie dabei zu sein.

Euer Projektraum Sonntag ist in seinem sechsten Jahr, ihr habt mit über 60 Künstler*innen gearbeitet, seid international unterwegs gewesen und habt in diesem Jahr sogar den Projektraumpreis gewonnen. Spielt es da überhaupt eine Rolle, es nicht in die Juryauswahl für das Festival geschafft zu haben?

April: Wir sind mehr oder weniger seit den Anfängen des Festivals dabei. Marie-josé Ourtilane, die Festivalleiterin, war ziemlich enttäuscht, dass wir nicht dabei waren und hat uns sogar vor der Bekanntgabe der Juryentscheidung persönlich angerufen, weil sie nicht wollte, dass wir das einfach in einer E-Mail lesen. Aber es war letztlich okay für uns, auch weil wir gerade erst den Projektraumpreis bekommen hatten. Generell finde ich es durchaus wichtig, von seinen peers anerkannt zu werden, und das ist bei uns ja auch der Fall. Als wir allen vom Preis erzählt haben, haben so viele Leute geantwortet und geschrieben: „Ihr habt das wirklich verdient.“ Das war ein großartiges Gefühl und es ist wichtig, sich darauf zu konzentrieren.
Read More

FESTIVAL TOUR #1 – MARZAHN-HELLERSDORF

By | Uncategorized | No Comments

PSF_Blog_3_b

Das Project Space Festival ist auch eine Entdeckungstour durch die Stadt. Die Künstlerin Carola Rümper nimmt uns mit zu ihren Lieblingsorten in Marzahn-Hellersdorf, wo am 8. August der Festival-Beitrag ihres Projektraums mp43 – projekraum für das periphere stattfinden wird. Eine Reise zu eingefrorenen Orten, Balkonkinos und Wursteditionen.

Kino Sojus
„Das Sojus ist ein stillgelegtes Kino. Das Gebäude ist freistehend direkt an der Allee der Kosmonauten. Der Filmpalast wurde von Erich Honecker in Auftrag gegeben und 1981 eröffnet. Seit 2007 werden hier keine Filme mehr gezeigt und heute rottet das Gebäude vor sich hin. Ich selbst war leider nie in dem Kino. Wenn man sich auf dem Platz vor dem Gebäude aufhält und die russisch klingenden Namen „Sojus“ und „Allee der Kosmonauten“ hört, weiß man, hier liegt die besondere Vergangenheit der Stadt Berlin „eingefroren“ vor einem. Schade, dass auch dieser Ort verloren geht, wenn das Gebäude Ende 2018 abgerissen wird. Also schnell noch einmal vorbeikommen!“

Read More

Das kleine Festival-Starter-Kit

By | Blog, Uncategorized | No Comments

PSF_Blog_1_de

Auch die 4. Ausgabe des Festivals platzt aus allen Nähten; wer will da den Überblick behalten? Das Wichtigste hier im kleinen Festival-Starter-Kit.

Ein Monat voller Kunst, ganze 31 Tage im sommerlichen Berlin, über 80 Künstler*innen an Orten überall in der Stadt. Aus über 50 Bewerbungen wählte in diesem Frühjahr eine Jury 27 Räume aus, die nun mit ihrem Programm auf die große Festivalbühne der freien Berliner Kunstszene ziehen. Frei – damit meint das Festival vor allem die vielen unterschiedlichen Berliner Kunstorte irgendwo jenseits des Kunstmarktes und der städtischen und staatlichen Institutionen, fernab der vielen kommerziellen Galerien und abseits der großen Privatsammlungen. Überall dazwischen und daneben, irgendwie mittendrin und in allerbester Nachbarschaft: das Project Space Festival 2018.

Read More

Mut zum Experiment

By | Blog, Uncategorized | No Comments

PSF_Blog_1

Zum 4. Mal startet in diesem Jahr das Project Space Festival. Im Interview mit dem PSF Blog sprechen die Festivalleiterin Marie-josé Ourtilane und die Stellvertretende Leiterin Cora Hegewald über Mut zum Experiment, eine Reise an die Ränder der Stadt und das Festival als wichtigen Termin im Berliner Kulturkalender.

Nach einem Jahr Pause ist das Festival wieder da. Was erwartet die Besucher*innen in diesem August?
Marie-josé Ourtilane: In diesem Jahr findet die 4. Ausgabe des Project Space Festivals statt und man kann auch das diesjährige Festival wieder als Reise durch die Projektraumwelt verstehen. So kann man eine Idee davon bekommen, wie die Projekträume dieser Stadt denken und arbeiten, wie sie in die Stadt hinein wirken, an welchen Projekten und Themen sie arbeiten – in der ganzen Bandbreite. Da sind oft Räume, die sich durch das auszeichnen, was sie nicht sein wollen: weder kommerziell noch institutionell. In dieser Szene ist ganz viel Mut zum ästhetischen Experiment und die Räume sind große Impulsgeber in der Berliner Kunstszene. Diese Arbeit wollen wir sichtbar machen für das Publikum.

Read More

Dezentrialisiert! Selbst-organisiert! Kommerzialisiert? / Kunst on- und offline

By | GUEST VOICES | No Comments

Gastautorin: Marlene Ronstedt

Berlin in den frühen 90er Jahren glich einer temporären autonomen Zone, mit seinen besetzten Häusern war es ein Spielplatz für Anarchisten. Dieser Zustand weist einige Parallelen zum Open Internet auf, welches zur gleichen Zeit aufkam. Die Möglichkeiten die damals der Cyber-Space den frühen Geeks und Nerds bot, schienen unendlich zu sein. Weder die Überwachungsmechanismen der NSA noch Kommerzialisierung hatten bis dato die digitale Sphäre erreicht. Read More

WHATAWEEK DREI: 15. – 21.08.16

By | WHATAWEEK | No Comments

Project Space Festival Day 15: Radical Praxes

nationalmuseum is a large white space on the fourth level of an old factory. And yet it is also not a classic white cube, because the space’s aesthetic is, even if discretely, loaded with history. This is not a neutral place, and so ample space is opened for the generation of new ideas.
In the exhibition A Political Idiom, Radical Praxes fills the entire space not so much with a soberly installed objects as with a very specific intensity. Read More

Projizierender Raum

By | GUEST VOICES | No Comments

Gast Autor: Benjamin T. Busch

I. Zentrum und Peripherie
Zentrum und Peripherie sind räumliche Konzepte welche nach Henri Lefebvre in drei distinktive aber zusammenhängende Kategorien eingeteilt werden können: physikalischer Raum, repräsentierter Raum und repräsentativer Raum (1). Im Anbetracht der Peripherie, oder dem Rand, als ein konstituierender Teil des Zentrums, ohne den das Zentrum nicht existieren könnte, wird dieser Text Lefebvre’s „Räumliche Triade“ im Bezug auf den Projektraum untersuchen.

Erstens, physikalische Räume, oder auch räumliche Praxis machen die materiellen Konditionen der Gesellschaft sichtbar. Räumliche Praxis ist Raum der wahrgenommen wird, der konstanter Interpretation und Transformation durch die Gesellschaft unterliegt. Zweitens, Repräsentationen des Raums sind formalisierte Konzeptionen, also Vorstellungen des Raums. Read More

RECOUP // Reflections accumulating before a performance (DE)

By | GUEST VOICES | No Comments

Gastautorin: Bryndís Björnsdóttir

Was ist wenn ich dir, meiner (vorerst) mutmaßlichen Leserin, sage, dass es hoch im Norden eine Insel gibt auf der man momentan dafür kämpft, dass du dir barbusig warmes geothermales Wasser übergießen darfst, um dich dann anschließend inmitten eines öffentlichen Schwimmbades Lufttrocknen zu lassen, ganz genauso wie jemand mit schlaffen Männerbrüsten eben auch?

Ich könnte dich austricksen und dich glauben machen, dass ich hier eine universelle Forderung mache, wenn nicht mein Familienname das Land in dem ich geboren wurde verraten würde (dass bedeutet soviel wie dass du mich „Frau-die Tocher-ihres-Vaters“ nennen darfst), weswegen es sich hier doch eher um eine Provokation mit einem Hauch von Zynismus, so typisch für den kalten und dunklen Norden, handelt. Allerdings – wie mit so vielen ironischen Äußerungen – liegt auch hinter dieser ein Gefühl der Dringlichkeit: die Sehnsucht danach, dass Feminismus endlich einen strategischen Weg zu realen Veränderungen findet. Read More